Medikamente

Metamizol – (Achtung Spoiler)

Mal zur Abwechslung was Neues von mir.
Und es ist ein aktueller Fall.
Was daher bedeutet: Alle die erst wissen wollen, wie mein Schachspiel gegen Karl endet und mir nicht auf Facebook oder Instagram folgen ( #advertisingformyself und so ) – nicht weiterlesen! Erst dann, wenn ich ihn reposte in der Zukunft.

Vor zwei Wochen war ich in der Schmerzambulanz meiner Klinik, nachdem mir das von meiner zuständigen Onkologin während der zweiten Nachsorgeuntersuchung empfohlen wurde.
Wie genau ich dann dazu kam – berichte ich noch, aber alles zu seiner Zeit.
Der Arzt in der Schmerzambulanz hatte mir anfangs nicht wirklich was Neues erzählt.
Bewegungstherapien (mache ich bereits mit Tanzen), gesundes Essen (ich lebe nicht ungesund, esse aber das, worauf ich Lust habe – merkt meine Waage auch) und auf Medikamente weitestgehend verzichten.
Okay der letzte Punkt ist mir doch neu.
Seit dem Anbeginn meiner Krankheit und auch davor schon, so als Vorwarnung, die ich nicht wahr nahm, hatte ich ein Stechen im Brustkorb.
Das Stechen war nach der Behandlung und nach Abschluss immer noch nicht weg und genau genommen leide ich aktuell ( 13.12.2018 ) immer noch darunter.
Nicht regelmäßig, aber doch des öfteren.
Deswegen war ich auch in der Schmerzambulanz, in der Hoffnung, dass man mir da helfen könnte.
Geholfen hat man mir nicht wirklich, aber man gab mir interessante Informationen und eine Salbe mit, die ich mal probieren sollte.

Und nun zum eigentlichen Thema:
>> METAMIZOL <<

Metamizol ist ein Wirkstoff in Medikamenten, wie z.B. Novalminsulfon (oder auch Novalgin genannt).

Als kleiner Zusatzhinweis: Das ist ein schmerzhemmendes Medikament, was ich bei allen Möglichen Beschwerden nahm: Kopfschmerzen, Migräne, Bauchschmerzen und -krämpfe, Stechen im Brustkorb, etc. …
Ihr lest in diesem Fall richtig: Ich nahm das Medikament und nehme es nicht mehr.

Ich habe noch keine mögliche Alternative für mich gefunden, da ich auf Paracetamol und Ibuprofen nicht mehr anschlage, aber lieber nehme ich keine Medikamente, bevor ich weiter Novalminsulfon nehme.

Eine mögliche (nicht zwingend) Nebenwirkung des Wirkstoffes ist die sogenannte Agranulozytose.
Die Was? – Ja so hab ich auch geschaut, als ich das Wort gehört und gelesen habe.

Fangen wir ganz vorne an.
Gelernt habe ich in diesem halben Medizinstudium, dass die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) unter anderem Anzeigen, wie es um das Immunsystem bestellt ist. Zumindest habe ich mir das daraus abgeleitet.
Der normale Spiegel sollte so zwischen 4.000 und 5.000 Leukozyten liegen, wenn man das Ergebnis einer Blutabnahme in der Hand hält.
Meine aktuelle Anzahl (seit Beginn des Jahres 2018) sind etwa bei 3.500 – 3.800 (Februar 3.200). Nicht schlecht, könnte aber besser sein. Bzw. erholen sie sich nicht mehr wirklich (genaueres erfahre ich nächste Woche, da ich am 17.12. meine nächste Nachsorgeuntersuchung habe).
Die Leukozyten haben noch eine Untergruppierung – nämlich die Granulozyten. Diese müssen auch einen bestimmten Wert erreicht haben, sonst bekommt man zb. bei einer Krebsbehandlung die Chemotherapie nicht.
War bei mir der Fall. Die Leukozyten waren zwar gerade so okay, aber die Granulozyten waren zu niedrig.

Die Agranulozytose ist nun der Fachbegriff dafür, dass eine Störung der Bildung von den Granulozyten vorliegt.
Werden diese nur noch noch schwer, bis gar nicht mehr gebildet, ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass sich die Leukozyten nur sehr schwer bis gar nicht erholen – Ergo bleibt das Immunsystem down.
Diese Bildungsstörung kann (muss aber nicht) in unterschiedlichen Zeitintervallen auftreten. Bei dem einen früher, beim anderen wieder später.
Und ich glaube, dass der Arzt in der Schmerzambulanz nur die Pferde scheu machen wollte.
Er war super nett und freundlich (das soll was heißen, wenn ich so ein Kompliment ausspreche), aber ich bezweifel wirklich, dass dieser Fall so wirklich komplett bei mir zutrifft.

Die Frage ist hier: Glaubt man den Ärzten oder dem Eintrag von Wikipedia.
Ich, wenn dem Arzt glaube, dann sollte ich am Montag mal meine Onkologin spezifisch darauf ansprechen und fragen, warum mir das noch keiner meiner vielen Ärzte je mitgeteilt hatte.
Wenn ich Wikipedia Glauben schenken möchte, dann bin ich definitiv besser dran, es nicht zu haben. Und dann habe ich es auch nicht. Weil die aufgelisteten Symptome sind bei mir nicht gegeben.

Als Warnung gab mir der Arzt in der Schmerzambulanz mit, dass regelmäßige Blutabnahmen unabkömmlich seien – man finde den Fehler… ich gehe nie freiwillig zum Blutabzapfen. Das würde mir gerade noch einfallen.
Die zusätzlichen Blutabnahmen wären dann dafür gedacht, das Risiko einer Agranulozytose zu minimieren. Ähnlich wie eine Krebsvorsorge.
Man kann es machen, muss aber nicht. Aber man steht halt auch blöd da, wenn man es dann hat.
Für mich selbst habe ich beschlossen, das Medikament abzusetzen und am Montag mal nach einer Alternative zu fragen.
Aber liebe nehme ich keine Medikamente und lebe mit meinem Stechen im Brustkorb, bevor ich dann am Ende wieder mit vollen Händen nach dem Jackpot gegriffen habe.

PS: Ich halte mir vor, dass ich kein Medikament schlecht mache oder gegen irgendwas bin. Ich berichte nur davon, was ich geraten bekomme und selbst lese und was meine Gedanken sind

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